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Weblog von Sebastian Schneider

Warum Jobbörsen nicht funktionieren

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Die typischen Jobbörsen und Portale, wie sie praktisch jeder kennt sind im Web2.0 entstanden. Bis heute gibt es nach Studien über 1500 Jobbörsen und -portale in Deutschland. Anhand der Vielzahl dieser stellt man schon fest, dass irgendwas nicht ganz stimmt, denn sonst wäre der Markt nicht so übersät.

Woran liegt das? einige mögliche Punkte

  • Jede dieser Jobbörsen ist spezialisiert und jede deckt ein anderes Gebiet ab. Es kann leichte Überscheidungen geben. Durch immer weitere Anpassungen der Jobbörsen und die Konzentrierung auf Nischen, gibt es durchaus Potential, mit einer anderen Jobbörse noch Kunden zu gewinnen. So werden aktuell durch die großen der Branche nicht alle Anforderungen abgedeckt - hier ist man bspw. nicht auf den Markt für Studenten eingestellt, dieser wird wiederum in anderen Portalen befriedigt.
  • Bis lang versteht es kein Jobportal umfangreichere Abfragen auf den eigentlichen Job zuzulassen. So verstehen die Portale aktuell keine Semantik. Ich kann bei Xing ohne Probleme die Anzeigen durchsuchen, aber was mache ich wenn ich einen Manager suche, der eine gewisse Zeit in England gearbeitet hat und zwei abgeschlossene Studien haben soll? Auch dann ist hier Feinarbeit angesagt, denn das ist so nicht möglich.

Noch immer existiert auch für die wirkliche Vermittlung von Arbeitskräften kein gängiges Konzept. Fragestellungen wie

  • Welche freien Jobs auf dem Markt können anhand meines hinterlegten Profils überhaupt auf mich passen? Die Frage ist so nicht oder nur mit sehr schwerem Aufwand festzustellen. Stellen Sie sich selber die Frage und versuchen Sie die Antwort in einem großen Netzwerk zu finden - Sie werden nach einiger Zeit einen gewissen Satz an Stellen haben, aber sind das alle? Passen alle genau? Wohl eher nicht.
  • Man möchte sich oft gerne verbessern, und so sucht der ein oder andere auch einen besseren Job oder versucht irgendwo anders quer einzusteigen. Aber auch das ist nicht so ganz trivial und bei weitem nicht so durch die Systeme unterstützt, wie man es machen könnte. Oft werden bewußt entscheidene Kriterien von Firmen nicht angegeben oder finden sich schlicht in Ausschreibungen nicht. Wir sammeln aktuell so viele Daten im Netz, wir geben Hobbies bei Facebook Preis, twittern intimste Dinge und berufliche Probleme, sind aber nicht in der Lage anhand eines standadisierten Konzeptes mit einem festen Satz an Fähigkeiten, Eigenschaften, Erwartungen und Skills zu definieren was wir wirklich wollen und suchen.

Ich denke und hoffe, dass es hier bald noch eine Verbesserung gibt. Zudem möchte ich mich auch nicht in verschiedenen Stellenbörsen anmelden und hoffen mich findet wer. Ich möchte definieren, wer ich bin, was ich mache und was ich kann. Basierend darauf soll mir das System sinnvolle Vorschläge machen. Die Datenbasis ist aktuell noch nicht dafür da - das ist soweit klar. Aber ich denke, hier kann und muss sich noch einiges tun.

Automotive SPICE und die GP's 2.1.1, 2.1.2 und 2.1.3

Ich möchte in diesem Beitrag auf die GP (Generic Practices) der Automotive SPICE zu sprechen kommen. Allerdings will ich mich mal jenseits von SPICE und PAM/PRM an die Sache heranwagen. Wenn man bspw. ein kleines Projekt selber betreibt, wie einen Blog oder auch ein anderes Projekt in einer Firma, dann hört man oft "was man nicht messen kann kann man nicht steuern". Dabei steckt in diesem Satz viel, was ich als Ausgang hier benutzen möchte:

  • Man braucht für ein Projekt immer ein Zielvorgabe. Dieses Ziel kann man sich natürlich auch selber stecken. Wenn ich nicht weiß wo ich eigentlich hin will, kann man nachher auch schlecht sagen, ob ich angekommen bin. Konkret angewendet heißt das, ich habe keinerlei wirklich Einflussgröße auf das Projekt selber. Um eingreifen zu können, muss ich wissen wann und wo ich das tun kann. Mit einem Ziel ist das deutlich einfacher und das Projekt ist dann zielgerichtet. Das ist erstmal unabhängig von SPICE. Eine Zieldefinition zu überlegen und aufzuschreiben ist mit in der GP 2.1.1 verankert.
  • Wenn ich ein Ziel habe, dann kann ich auch ganz prima einen IST / SOLL Vergleich machen. Das bietet sich an, denn durch die Vorgabe des Ziels und dem aktuellen Status, kann ich bestimmen, ob ich mich dem Ziel nähere oder eben nicht. Zusätzlich kann ich mir auch hier noch Termin setzen, bis wann ich was erreicht haben will. In der Automotive SPICE findet sich sowas in der GP 2.1.2.
  • Was passiert denn wenn man das Ziel nicht erreicht? Genau diese Fragestellung wird ganz oft vergessen oder nicht betrachtet. Hier gibt es die Möglichkeit zum Einschreiten und das sollte man auch tun, um wieder Kurs zum Ziel aufzunehmen. Sowas wird in der GP 2.1.3 der Automotive SPICE beschrieben.

SPICE Generic Practices

Wir haben an den drei Beispielen gesehen, dass die generelle Vorgehensweise mit gesundem Menschenverstand schon ziemlich nahe an die Anforderungen von der Automotive SPICE kommt. Man muss hier noch etwas genauer werden und obiges Szenario an die Prozessausführung anpassen. Bei Projekten sieht man typischerweise oft zwei Fehler/Auffälligkeiten:

  1. Man macht sich vor dem Projekt nicht ausreichend Gedanken über das, was man eigentlich will (hinsichtlich der Prozessausführung bei SPICE oder auch allgemein bei kleineren Projekten selber). Was genau soll der Prozess denn aussagen bzw. als konkretes Ziel haben?
  2. Bei Abweichungen, wird oft gar nicht reagiert. Man hat zwar festgestellt durch irgendeine Messung, dass etwas nicht in Ordnung war, aber es folgt keine Aktion.

Ich treffe oft den Fall an, dass gemessen wird. Das macht man in der deutschen Kultur wohl ganz gerne. Nur wenn man hier halt nicht genau weiß, wofür man das eigentlich macht, dann ist das auch nicht zielführend. Ein ähnliches Konzept ist auch "plan-do-act-check". Man sieht hier auch, dass die Automotive SPICE ganz allgemeine Techniken mit in das PAM integriert hat und diese abfragt. Durch ein vorab logisch geplantes und durchgeführtes Projekt hat man die besten Chance hier richtig zu liegen.

Nicht zu vergessen bleibt dann, den Kreis zu schließen. Habe ich Abweichungen erkannt muss man sich die Frage stellen, in wie weit hat das Auswirkungen auf die gesteckten Ziele?

Automotive SPICE - ACQ.4 Supplier Monitoring

Aus Sicht einer assessierten Firma dreht der Prozess ACQ.4 die Rollen um: so assessiert und überwacht nämlich die Firma selbst die Zulieferer. Überprüft wird dabei, ob die definierten Ziele und Aktivitäten ordnungsgemäß eingehalten werden.

Wann kommt es letztendlich zum Lieferantenmonitoring? Das ist immer dann der Fall, wenn beschlossen wurde einen bestimmten Teil des Projektes an externe Zulieferer auszulagern oder generell externe Parteien eingebunden werden.

  • Der genaue Umfang der Auslagerung ist zu beschreiben. Dabei sind klare Grenzen (Interfaces) zu definieren
  • Eine Auslagerung kann sich auf eine bestimmte Tätigkeit beziehen oder aber auch funktionale Anforderungen definieren

Wenn der Umfang abgesteckt und definiert ist, gilt es den passenden Lieferanten zu finden und zu bewerten. Dabei wird das Augenmerk auf die Geschäftsfähigkeit und die Prozessfähigkeit gelegt.

Wie bei verschiedenen Partnern üblich gibt es Dokumente die zu unterzeichnen sind, die die Zusammenarbeit regeln. Die Work Product Characteristics beschreiben hier unter der WP ID 02-01 ein Commitment bzw. Agreement. Dieses enthält wichtige vertragliche Regelungen die definiert sein müssen.

  • Alle involvierten Parteien unterzeichnen das Abkommen
  • Beschreibung des Zwecks, Inhalt und Umfang
  • Definition der benötigten Ressourcen für das Projekt wie
    • Zeit
    • Personen
    • Budget
    • Ausstattung
    • Einrichtungen
    • ...

Wichtig ist der weitere Umgang mit dem Zulieferer und die zugehörige Dokumentation. Dazu findet man häufig einen Plan der die Themen zum Umfang mit dem Lieferanten enthält. Dieses kann durchaus ein rein internes Dokument sein, welches Informationen zu

  • Überwachungsstrategien
  • Verfolgungsaktivitäten
  • Bestimmung von Risiken
  • Eskalationsstrategien

enthält. Wenn es intern ist, dann finden sich auch oft noch weitere Kennzahlen und Vorgehen zur Auswahl des Lieferanten. Das kann wiederum sein, wie gut sich der Lieferant hinsichtlich der Prozesse aufstellt (SPICE Level) oder auch wie er technologisch und einrichtungstechnisch unterwegs ist.

Nokia N97: Neue Firmware 21.0.045

Und wieder war es mal soweit: Es gibt ein Update von Nokia und ich durfte es mal wieder nicht nutzen. Warum? Keine Ahnung, ich weiß nur, durch den Forenpost von hier, dass es scheinbar so ist, dass mein Productcode nicht für ein Update von Nokia verfügbar ist. Sprich, ich bekomme also gar keine Updates angeboten, weil ich immer diesen Produktcode übermittle, der angeblich kein Update bekommen kann.

Nun gut, ich bin auf techie-buzz.com in diesem Beitrag auf das Programm Nemesis Service Suite (NSS) aufmerksam gemacht worden. Dann habe ich dann noch weiter gesucht und konnte endlich mit diesem netten Beitrag hier nachvollziehen, wie ich denn nun das Update auch auf meinem Nokia N97 machen kann. Eine Installationsanweisung war vorhanden und gut beschrieben.

Um es kurz zu machen, es hat geklappt und nun bin ich auch ganz froh, dass es funktioniert. Was natürlich gleich aufgefallen ist, dass es nun endlich das Kinetic Scrolling auch für alle Menüs, wie z.B. auch die Kontakte, gibt. Endlich!!

Vom ersten Gefühl her, hat sich auch irgendwie das Handling vom Touchscreen verbessert. Man kann gar nicht so genau beschreiben, aber es reagiert irgendwie "besser". Jetzt bleibt es noch abzuwarten, wie konkret sich das GPS  (siehe Update unten) verhält, bzw. ob sich da was verändert hat - das war mir schlicht zu langsam, bis es volle Satelliten hatte. Nach Changelog scheint aber das nicht direkt der Fall gewesen zu sein, dafür Browser-, Foto- und Videoverbesserungen. GPS teste ich trotzdem gleich mal bei einem kleinen Spaziergang :-)

Aber am Ende zählt nur DAS :-)) 

Update noch zur Software, die vorgestellt worden ist um den Code zu ändern. Bei mir kam und kommt es vor, dass kein Gerät erkannt wird. Dabei hilft einfach mal Ovi auszuschalten und generell zu warten. Wenn es eben nicht geklappt hat, so funktionierte die Software plötzlich 20 Minuten später ohne Probleme und hat das Nokia N97 gefunden.

Und noch ein Update zum Nokia N97 und weitere Erfahrungen zur Firmware 21.0.045: Das GPS finde ich persönlich richtig schlecht. Das war aber schon immer so. Aus einigen anderen Beiträgen weiß ich, dass dieses durchaus unterschiedlich ist. Aber wenn ich mir GPS anschalte und dann manchesmal nach 20 Minuten kein Signal habe ist das schlecht.

Was zwar nichts mit der 21.0.045 direkt zutun hat, aber auch richtig nervt: Der Standardbrowser. Ich habe den Opera 5 bereits vorgestellt, dieser wäre ein klasse Ersatz. Blöd nur, dass man den Standardbrowser nicht abändern kann.

Drupal Update

Am Wochende stand ich vor meinem ersten Update mit Drupal. So lief bis zu diesem Zeitpunkt ein Drupal 6.14, welches nun durch ein Drupal 6.15 abgelöst worden ist.

Ich habe bei Updates immer ein wenig Angst, dass doch etwas schief gehen kann und dann die ganzen Daten weg sind. Dabei ist das eigentlich nicht schlimm. Strato bietet mir immer ein 10 Tage Backup an zum Einspielen. Aber man will ja selber auch versuchen möglichst alles selber in der Hand zu haben. So habe ich mit

  • Mysqldumper eine Sicherung der Datenbank vorgenommen und
  • das ganze htdocs Verzeichnis lokal gesichert

Drupal liefert immer ein UPDATE File mit, welches Informationen enthält, wie man upzudaten hat:

// $Id: UPGRADE.txt,v 1.12 2008/01/04 16:15:58 goba Exp $

UPGRADING

---------

Prior to upgrading, you should ensure that:

* Your system meets or exceeds Drupal's minimum requirements as shown at

http://drupal.org/requirements.

* You have a backup of all your relevant data (#1).

* Custom and contributed modules have been checked for compatibility (#11).

* Custom and contributed themes have been checked for compatibility (#11).

* You have read through this entire document.

Let's begin!

1. Backup your database and Drupal directory - especially your "sites"

directory which contains your configuration file and added modules and

themes, any contributed or custom modules in your "modules" directory,

and your "files" directory which contains uploaded files. If other files

have modifications, such as .htaccess or robots.txt, those should be

backed up as well.

 

Note: for a single site setup, the configuration file is the "settings.php"

file located at sites/default/settings.php. The default.settings.php file

contains a clean copy for restoration purposes, if required.

 

For multisite configurations, the configuration file is located in a

structure like the following:

 

sites/default/settings.php

sites/example.com/settings.php

sites/sub.example.com/settings.php

sites/sub.example.com.path/settings.php

 

More information on multisite configuration is located in INSTALL.txt.

 

2. If possible, log on as the user with user ID 1, which is the first account

created and the main administrator account. User ID 1 will be able to

automatically access update.php in step #10. There are special instructions

in step #10 if you are unable to log on as user ID 1. Do not close your

browser until the final step is complete.

 

3. Place the site in "Off-line" mode, to let the database updates run without

interruption and avoid displaying errors to end users of the site. This

option is at http://www.example.com/?q=admin/settings/site-maintenance

(replace www.example.com with your installation's domain name and path).

 

4. If using a custom or contributed theme, switch

to a core theme, such as Garland or Bluemarine.

 

5. Disable all custom and contributed modules.

 

6. Remove all old files and directories from the Drupal installation directory.

 

7. Unpack the new files and directories into the Drupal installation directory.

 

8. Copy your backed up "files" and "sites" directories to the Drupal

installation directory. If other system files such as .htaccess or

robots.txt were customized, re-create the modifications in the new

versions of the files using the backups taken in step #1.

 

9. Verify the new configuration file to make sure it has correct information.

 

10. Run update.php by visiting http://www.example.com/update.php (replace

www.example.com with your Drupal installation's domain name and path). This

step will update the core database tables to the new Drupal installation.

 

Note: if you are unable to access update.php do the following:

 

- Open your settings.php with a text editor.

 

- There is a line that says $update_free_access = FALSE;

Change it to $update_free_access = TRUE;

 

- Once update.php is done, you must change the settings.php file

back to its original form with $update_free_access = FALSE;

 

11. Ensure that the versions of all custom and contributed modules match the

new Drupal version to which you have updated. For a major update, such as

from 5.x to 6.x, modules from previous versions will not be compatible

and updated versions will be required.

 

- For contributed modules, check http://drupal.org/project/modules

for the version of a module matching your version of Drupal.

 

- For custom modules, review http://drupal.org/update/modules to

ensure that a custom module is compatible with the current version.

 

12. Re-enable custom and contributed modules and re-run update.php

to update custom and contributed database tables.

 

13. Return the site to its original theme (if you switched to a core

theme like Garland or Bluemarine in step #4). If your site uses a

custom or contributed theme, make sure it is compatible with your

version of Drupal.

 

- For contributed themes, check http://drupal.org/project/themes

for the version of a theme matching your version of Drupal.

 

- For custom themes, review http://drupal.org/update/theme to ensure

that a custom theme is compatible with the current version.

 

14. Finally, return your site to "Online" mode so your visitors may resume

browsing. As in step #3, this option is available in your administration

screens at http://www.example.com/?q=admin/settings/site-maintenance

(replace www.example.com with your installation's domain name and path).

 

For more information on upgrading visit

the Drupal handbook at http://drupal.org/upgrade

 

Eigentlich hat man da gar nichts mehr hinzu zuzufügen. Wenn man die Schritte genau in der Reihenfolge macht, brauch man keine Sorgen zu haben.

Ich habe allerdings meine Module und die Dateien nicht gelöscht, sondern lediglich alle anderen Verzeichnis Stück für Stück ersetzt.

Nach dem Aufruf der update.php war dann alles wieder in Ordnung und das Update erfolreich am Laufen.

SPICE Checkliste Level 1

SPICE gibt das wie nicht vor, sondern konzentriert sich auf das was. Für viele ist es schwierig - gerade zu Beginn - sich in den Prozessen zurecht zufinden und suchen nach einer Checkliste, die benutzt werden kann.

Dabei findet man natürlich nicht das Gewünschte, da (Automotive) SPICE keine direkten Vorgaben macht. So können die eigenen Entwicklungsprozesse sehr vielfältig sein und verschiedene Prozesse SPICE erfüllen. Eine generelle Checkliste kann es daher nicht geben. Nichts desto trotz kann man sich selber eine Art Checkliste erstellen, in dem man sich überlegt, ob der eigene Prozess denn die Vorgaben von SPICE erfüllt.

Oft benötigt man das aber auch gar nicht, sondern man sucht nach einer Orientierungshilfe. Und diese Orientierungshilfe soll diese "Checkliste" darstellen.

Starten muss man mit Level 1. Hier wird überprüft ob der Prozess die Process Outcomes erfüllt. Dazu kann man sich an den folgenden 3 Elementen langhangeln.

SPICE Check  Beschreibung

Outcomes

Auch wenn bei SPICE die Outcomes und die Work Products sehr nah verknüpft sind, steht in den Outcomes letztendlich genau das, was der Prozess erfüllen muss.

Als Checklistenpunkt kann man hier sein eigenes Vorgehen in der Firma nehmen und den Prozess abgleichen. Dabei muss der eigene Prozess die Outcomes erfüllen.

Base Practices

SPICE definiert sogenannte Base Practices die als Process Performance Indicator zählen. Um ein Level 1 zu erreichen braucht man die Erreichung von mindestens 51%.

Da kann man SPICE hernehmen und im PAM nachschlagen und selber überprüfen, ob man die Anforderungen zur Hälfte erfüllt hat. Oft reicht auch eine grobe Überprüfung. Je nachdem wie gut man schon vorher gearbeitet hat, findet man seinen Prozess wieder.

Wenn Ihnen auf Anhieb gar nichts zu einer BP einfällt, sollte sich diese genauer angesehen werden.

Die BP unterstützen letztendlich nur die Outcomes des Prozesses.

Work Products

Bei dem Betrachten der Work Products für SPICE kann man schauen, was gibt es denn für das aktuelle Level? Wenn man sich nicht sicher ist, bringt ein Blick in die Work Product Characteristics oft Klarheit.

Es gilt zwar nicht, dass man das Level automatisch erreicht, wenn man auch alle Work Products hat, aber es gibt einen sehr guten Anhalt. Gehen Sie die erforderlichen Work Products durch und vergleichen Sie diese mit denen bei sich in der Firma vorhandenen Arbeitsproduken.

Die Work Products bei Ihnen müssen nicht zwangsläufig so heißen. Nehmen Sie diese als Ausgang und suchen Ähnlichkeiten. Finden Sie gar nichts, überprüfen Sie das WP genau und hinterfragen, ob das Sinn macht, dass dieses nicht da ist.

Mit diesem Vorgehen hat man seine aktuelle Prozessverbesserung im Griff und kann sich Stück für Stück weiter nach vorne entwicklen. Man kann es in diesem Zusammenhang nicht oft genug sagen. Eine Prozessverbesserung ist ein langes Vorhaben und muss auch als Projekt aufgefasst werden.

Mal eben schnell was zu machen um in einem Assessment zu bestehen, wird generell schnell erkannt. Ob Prozesse wirklich gelebt werden, kann durch die Assessoren festgestellt werden. Arbeiten Sie deshalb immer gewissenhaft und versuchen Sie die Praktiken auch in Summe zu verstehen.

2010-01: Die Blog Auswertung für Januar

Es ist mal wieder soweit. Der Januar ist rum und ich habe die (Zugriffs-) Zahlen analysiert und prüfe in wie weit man noch etwas verbessern kann.

Ich hatte schon einmal ein kurzes Fazit der Besucherauswertungen gezogen und werde das jetzt möglichst monatlich wiederholen.

Opera Mini 5 auf dem Nokia N97

Ich hatte den Operabrowser schon in der Version 4 auf dem Nokia N97. Dabei hatte es mich etwas gestört, dass die Tasten etwas klein sind. Als ich heute den Opera 5 bei einem Kollegen auf dem Handy gesehen hatte, war sofort die Installation auf meinem N97 angesagt.

Der Versionssprung auf die 5er Version läßt so einiges erwarten und um es vorweg zunehmen, dieser ist absolut gerechtfertigt.

Auf den linken Bild kann man die Startseite erkennen. Dort ist es möglich insgesamt 9 Bookmarks in den schnellen Zugriff zu legen, schnell angetipp und los gehts. Das gefällt und macht einen guten Eindruck. Das Handling auf dem N97 geht sehr schön von der Hand.

Darüber kann man die URL Zeile erkennen und die Suchmaschine ist daneben angebracht, alles in sich schlüssig und schön dargestellt.

Am unteren Ende erkennt man die restlichen Möglichkeiten zur Konfiguration. Hier kann man schnell vor und zurückblättern und neu laden.

Es gibt dann noch weitere Einstellungen die in den folgenden Bilder vom Nokia N97 aufgenommen sind. Dazu kam wie immer das Programm Screensnap zum Einsatz.

Bevor ich mich allerdings den Einstellungen widme noch einen kleinen Blick auf die Art und Weise wie man eine Adresse eingeben kann.

Auf dem rechten Bild sieht man schon, dass sich eine Tastatur auf dem Display vom N97 abbildet. Das kennt man zwar vom IPhone (die armen brauchen das ja auch ohne Tastatur ;-) aber auf dem N97 wirkt die eher störend.

Ich habe diese Tastatur auf dem Screen ein paar mal benutzt. Diese ist ganz nett, aber ich hätte lieber den Platz frei und würde die Seite sehen, aber das ist wohl eher Geschmackssache. Mit der eingebauten Tastatur ist man natürlich deutlich schneller als mit dem Screengetipper.

Wie ich oben schon erwähnt habe gibt es noch weitere Einstellungen die in den folgendem Screenshot dargestellt sind. Dabei fällt positiv auf, dass

  • man die Einstellung für den Vollbildmodus festlegen kann
  • den Speicherplatz der Browserfiles konfigurieren und somit auch weg vom Telefonspeicher des N97 nehmen kann
  • man die Ansicht auf Mobilbrowser an oder aus stellen kann
  • die Qualität der Bilder konfigurieren kann und so unterwegs auch Geschwindigkeit konfigurieren kann
Opera genau konfiguriert Übersichtliches Menü

Ingesamt kommt der N97 Opera Browser in der Beta(!) Version sehr stabil herüber und er macht absolut Spaß. Es ist eine sehr gute Alternative zu dem Standardbrowser, der mich noch nicht überzeugt hat.

Jeder sollte dem Browser eine Chance geben - es lohnt sich! Weitere Informationen unter http://www.opera.com/mini/

Update:

  • Was mir in der Bedienung noch aufgefallen ist, leider klemmt sich diese OnScreen Tastatur auf dem N97 so dazuwischen, dann man kein Einfügen aus der Zwischenablage mehr realisieren kann. Das gibt bspw. dann Abzüge, wenn ich aus Gravity einen Link kopiere und den in Opera einfügen will -> geht (jedenfalls bis jetzt) nicht!

Google kommt der Semantik näher

Matt Cutts hat in seinem Blog einen interessanten Beitrag über Google und Synonyme bei der Suche gemacht.

Er beschreibt darin wie Google vorgeht um bei Suchen entsprechend Synonyme, also von der Bedeutung her ähnliche Wörter, mit in die Ergebnisse einzubeziehen.

Diese Suchbegriffe werden teils auch fett markiert, gehen aber überwiegend mit in die Berechnung des Rankings ein.

Streng genommen ist das immer noch keine Semantik. So können auch Synonyme doppeldeutig oder nicht eindeutig, zumindestens aber fremd von dem sein, was gemeint gewesen ist. Ich denke, dass wird nach wie vor eine der spannensten Thematiken des Web 3.0. Google wird sich dort entsprechend aufstellen.

Wie Computer die Sprache verstehen ist auch Thema bei Google im Blog. Die Einleitung trifft den Nagel auf den Kopf:

An irony of computer science is that tasks humans struggle with can be performed easily by computer programs, but tasks humans can perform effortlessly remain difficult for computers. We can write a computer program to beat the very best human chess players, but we can't write a program to identify objects in a photo or understand a sentence with anywhere near the precision of even a child.

Es ist nach wie vor genau die Schwierigkeit

While even a small child can identify synonyms like pictures/photos, getting a computer program to understand synonyms is enormously difficult, and we're very proud of the system we've developed at Google.

Google hat also in mehr als 5 Jahren einiges in Bewegung gesetzt um die menschliche Semantik zu bearbeiten. Interessant ist das ganze Thema natürlich aus der Sicht des Suchmaschinenrankings

However, our measurements show that synonyms affect 70 percent of user searches across the more than 100 languages Google supports

Was aber genau bedeuted das? User suchen etwas, und dabei werden in 70% aller Fälle Synonyme verwendet. Ich kann mich gut daran erinnern und habe es selber auch probiert: Wie sucht der User denn? Genau dieses Verständnis "nicht genau das zu treffen, was der User meint" könnte somit viel weiter vereinfacht werden. Und das wäre schon eine klasse Sache. So müßte man bald vielleicht nicht nicht mehr zwischen "ISO 15504" und "SPICE" unterscheiden - auch wenn dieses wohl eines der Themen ist, die aktuell nicht unterstützt werden. Aber wenn Google schon weiß Euro -> Geld etc. kann das eine enorme Vereinfachung darstellen.

Die Zukunft auf dem Suchmaschinenmarkt bleibt spannend!

Prozessakzeptanz und Usability

Wenn man ein Prozessverbesserungsprojekt starten muss oder will, dann stößt man zwangsläufig auch mal auf Widerstand. Man kennt die Aussagen, wie "das haben wir schon immer so gemacht" oder "das klappt doch ohne Prozesse viel einfacher". Für die meisten Personen ist das oft nur die Angst vor Veränderung, nicht wissen, was kommt denn als nächstes. Andere haben auch Angst Macht zu verlieren. Der nächste denkt, dass was neues immer gleich auch mehr Arbeit für ihn bedeuted.

Jetzt sind neue Prozesse natürlich erstmal mit Arbeit verbunden, was viele Personen wieder bestätigt "siehste, hab ich doch gesagt, nur mehr Arbeit". Betrachtet man jetzt ein Prozessverbesserungsmodell wie die ISO 15504 oder auch die Automotive SPICE, dann findet man in den Base Practices schon oft einen Hinweis auf eine bilaterale Verbindung von Prozessen. Jetzt will ich in diesem Artikel gar nicht auf die bilaterale Verbindung eingehen, aber den Gedanken des Links bzw. der Verlinkung aufgreifen.

Es werden neue Dokumente hinzukommen, was durchaus für eine Organisation neu sein kann und gerade wenn die Mitarbeiter noch nicht wirklich viel mit Prozessen zutun gehabt haben, dann wird sie das erstmal erschlagen und oft auch überfordern, weil man nicht direkt weiß man eigentlich anfangen soll.

Bei so einer Situation bietet es sich an, den User immer durch sämtliche Prozessgebiete zu führen. Hat man beispielsweise alle Dokumente oder Anweisungen in einer Webapplikation, dann tut man gut daran, immer die entsprechenden Artikel zu verlinken.

Wenn der User wie im Internet durch die Prozessdokumente scrollen und bestimmte Begriffe auch suchen kann, ist das ideal. Ein langes Suchen auf anderen Wegen entfällt.

Nichts ist schlimmer, wenn man sich in einem Prozessgebiet bewegt aber nicht wirklich über den Tellerrand schauen kann, wie das in anderen Prozessen umgesetzt ist.

Deswegen bieten sich folgende Punkte an:

  • Einführung eines Prozess-Wiki's bzw. einer Prozess Webapplikation. Dabei kann man sich auch mit dem EPF (Eclipse Process Framework) befassen. Dieses bietet einen guten Ausgangspunkt um Prozesse zu definieren, verschiedene Artefakte zu erstellen und eine Webseite als Output zu generieren
  • Man kann es nicht oft genug sagen: Links! Der Benutzer wird viel mehr bereit sein, einen Link anzuklicken, als immer wieder eine Suche zu benutzen (wenn überhaupt vorhanden) oder sonstige weitere Wege in Betracht zu ziehen.
  • Nach Möglichkeit zur Verlinkung animieren, in dem entsprechend toolgestützt die Informationen angeboten werden. Weiter bietet es sich an, dass die Verlinkung bspw. auch nur auf die richtigen Typen möglich ist und diese per Autovervollständigung verfügbar sind.

Ist der Mitarbeiter erstmal auf der akzeptierten Seite, läßt es sich viel besser arbeiten. So kommen dann auch weitere Informationen von ihm selber und er arbeitet besser zusammen. Das funktioniert aber nur, wenn er wirklich die Prozesse einfach benutzen kann.

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