Alleine mit diesem Titel wird es wahrscheinlich böse Kommentare von SEO Anhängern hageln. Trotzdem möchte ich hier die Thematik einmal genauer beleuchten. Das soll auch keine Kritik an SEO Seiten oder Personen sein, sondern eher in die Richtung gehen, ob Google nicht mittlerweile schlau genug ist, sämtliche Praktiken zu erkennen und richtig zu bewerten.
SEO, also die Suchmaschinenoptimierung, ist eine Technik bei der versucht wird das Vorgehen von Crawlern, bzw. allgemein der Suchmaschine, zu analysieren und zu verstehen. Darauf hin wird dann versucht die Seiten so anzupassen, dass diese bei den Suchmaschinen weit oben erscheinen. Sämtliche Methoden beziehen sich eigentlich ausschließlich auf Google, da von dieser Suchmaschine sehr viel von den Besucherströmem kommt.
Es spuken jede Menge Gerüchte durch die SEO Szene und auch viel ist veröffentlich worden, wie denn Google nun rankt und welche Faktoren denn nun wirklich ausschlaggeben sind. Bei Google gibt es über 200 Faktoren, die für die Plazierung von Treffermengen entscheidend sind.
Betrachte ich das Thema mal mit gesundem Menschenverstand, dann sollte eine Thematik denke ich klar sein. Ich versuche zunächst mal einen Artikel zu schreiben, der dem, der ihn lesen soll gefällt und für ihn ansprechend ist. Dazu brauche ich noch nicht mal in das Web zu gucken, sondern kann auch eine beliebige Zeitung nehmen. Ich erinnere mich noch gut daran, wenn mein Vater über die städtische Zeitung sich - sagen wir mal - nicht positiv geäußert hat, da ihm Inhalte nicht gefallen haben.
Hier waren die erhofften Inhalte nicht die, die erwartet worden sind. Google - um mal wieder in Gegenwart zu wechseln - ist also unser Zeitungsleser der mal fix alle Zeitungen durchliest und diese in eine Qualitätsreihenfolge bringt, und jedem, der eine Anfrage stellt, nun die passenden Antworten liefert. So will ich etwas über Politik lesen und bekomme auch nur die guten (aus Sicht von Google) Treffer angezeigt.
Was macht denn nun einen guten Artikel aus? Der Titel? Der Inhalt? Die Keywords? Ich denke damit hat man schon einen Großteil abgedeckt. Wenn ich einen Artikel über ein Thema X schreibe, dann ist das Thema X auch in der Regel im Titel vorhanden. Das bringt die Thematik einfach so mit sich.
Klar, wenn der Inhalt nicht passend ist, wird das keiner lesen wollen. Also brauche ich eine gewisse Anzahl von Wörtern, damit ich einen sinnvollen Text erhalte. Und dann sind wir auch schon wieder beim Thema Keywords. Auch sollte klar sein, wenn ich über Bananen schreibe, dass auch das Wort Bananen hier vorkommt.
Jetzt etwas sehr überspitzt habe ich damit schon die Möglichkeit bei Google gar nicht schlecht im Ranking zu stehen. Wo früher Tricks benutzt worden sind um Crawler zu überlisten, ist das heute schlicht nicht mehr möglich. Man könnte fast meinen Google kann die Texte schon fast "menschlich" lesen und beurteilen.
Natürlich kann man argumentieren, das sei ja noch lange nicht alles! SEO macht ja viel mehr und viele Agenturen machen ja auch Verbesserungen des Rankings durch Verlinkungen! Ja, das mag sein. Allerdings erhebe ich da auch wieder etwas Einspruch. Wenn ich mich an der Community beteilige und als normaler Blogger auch mal bei anderen Blogs rumschaue und Kommentare hinterlasse, dann bekomme ich so auch mal den ein oder anderen Link (ja ich weiß, es gibt auch nofollow's). Auch wenn ich mal etwas zitiere und einen Trackback generiere kann das helfen.
Und Google ist ja auch noch so nett und stellt uns "gnädiger Weise" alle Tools und Informationen bereit, erfolgreich das Web2.0 zu nutzen. Wenn es jemand verstanden hat, dann eben doch Google. Gut, ob wir Google als Scharfrichter wollen, wenn man doch mal versucht hat was "unerlaubtes" im SEO Bereich zu machen und wir dadurch abgestraft werden, sei mal dahin gestellt.
Ja, auch zu SEO gehört mehr als Keyword, Titel und Content. Aber mal ehrlich, soll man hinter Google hinterher jagen und versuchen hier den wirklichen Algorithmus zu "entschlüsseln"? Ich denke nein, 1. das wird keiner schaffen 2. die Zeit kann man auch in gute Artikel stecken und davon würde das Netz und die Community letztendlich nur profitieren.
Und wenn man sich die Infos von Matt Cutts in seinen Videos ansieht, wird genau auch das klar. Google schafft es genau dieses soziale "ehrliche" Verhalten richtig zu interpretieren. Vielleicht noch nicht perfekt, aber es wird in Zukunft umso wichtiger, guten Inhalt zu erstellen als auf irgendwelche SEO Tricks zu setzen.