Impediments in Scrum
Impediments in Scrum sind ein zentraler Bestandteil des Frameworks. Diese Hindernisse (denn das sind Impediments) sind im Aufgabenbereich des Scrum Masters angesiedelt. Der Scrum Master muss sich um die Behebung von Impediments kümmern. Diese zu lösen, gehört zu eine seiner wichtigsten Aufgaben.
Was sind Hindernisse?
Betrachten wir einmal nicht Scrum, dann sind Impediments nichts anderes als Probleme die in der Projektarbeit auftauchen können.
Solche Probleme werden in unterschiedlichen Arten erfasst. Eine Möglichkeit stellt die LOP (List of open points) dar. Beispiele für Hindernisse sind:
- Die nächste Software-Lieferung kann nicht erstellt werden, da die Lizenz für das Tool zur Erstellung der Binärdateien ausgelaufen ist.
- Es fehlt eine wichtige Ressource im Projekt. Wissen über die Datenbankprogrammierung ist nicht vorhanden.
- Der neue Product Owner hat gar nicht das erwartete Domänenwissen.
Das hat erst einmal nichts mit agilen Praktiken zutun. Wenn Sie schon einmal ein größeres Projekt geleitet haben, kennen Sie natürlich diese Probleme, auch aus dem nicht agilen Umfeld. Hier ist auch die Unterschiedung und Einteilung von Risiko und Problem interessant. Impediments sind Hindernisse, die schon eingetreten sind und vorliegen. Ein Risiko liegt immer in der Zukunft.
Was machen Sie mit Impediments in Scrum?
Impediments sind grundsätzlich Sache des Scrum Masters. Er pflegt diese in einem Impediment Backlog. Auch dieser Backlog kann eine gewöhnliche Liste sein. Wie in Scrum üblich und gerne praktiziert, können diese Impediments aber auch einfach auf einem Flipchart im Teamraum stehen. Es gibt seitens des Framework Scrum keine Richtlinien, wie Impediments zu führen sind.
Wieviele Impediments existieren pro Sprint?
Auch das ist unterschiedlich. Zunächst einmal ist es aber wichtig, dass Sie auch wirklich Impediments haben. Das klingt trivial, aber wenn das Impediment Backlog leer ist, dann wird zu einem sehr hohen Prozentsatz der Scrum Master nicht seinen Job machen. Fast jedes Team kann besser in der Zeit, Produktivität oder Qualität (um hier einige, wenig gut definierte Punkte zu nennen) werden. Wie geschrieben, wenn Sie keine Impediments haben, stimmt etwas nicht. Haben Sie zu viele Impediments, die immer mehr werden, stimmt auch etwas nicht. Im ersten Fall haben Sie die Impediments wohl nicht gefunden, im zweiten bewegt sich an den vorhanden zu wenig.
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wenn Impediments zu groß in der Anzahl werden. Eine besteht darin, eine Art WiP (aus Kanban) einzuführen, bzw. eine Art FIFO, LIFO oder priorisierten Stack / bzw. Liste zu generieren. So ist es möglich, dass Impediments auch wieder ungelöst das Spielfeld verlassen – große und schwere Probleme kehren allerdings immer wieder zurück. Sie könnten sich auch Lösungen überlegen, bei denen die Impediments neue Aufgaben blockieren. Auch hier sind Sie wieder in der Nähe von Kanban.
Wie lösen Sie Impediments in Scrum?
Wie oben beschrieben, sind Sie als Scrum Master für die Impediments verantwortlich. Allerdings bedeutet das nicht, dass Sie die Impediments alleine lösen müssen. Auch hier ist das Team gefragt und kann selbstverständlich auch zusammen an der Lösung von Impediments arbeiten.
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