Kanban und Work in Progress (WiP)
Kanban hat als ein Kernelement den sogenannten Work in Progress (WiP) Mechanismus. Dieser limitiert parallele Arbeiten in einem bestimmten Arbeitsschritt und hilft bei der Bewältigung der Aufgaben. Das Kanban WiP kann frei definiert werden und unterliegt keinen festen Grenzen. Ein Überblick über das Work in Progress bei Kanban.
Kanban besitzt ein sogenanntes Pull-System. Das bedeutet, dass sich die einzelnen Stationen in Prozess die Kanban-Tickets selber “ziehen”. Haben Sie eine Entwicklung und definieren dort ein WiP von fünf, dann kann das Entwicklungsteam nicht mehr als fünf parallele Aufgaben bearbeiten.
Selbst wenn die Station im Prozess zuvor (bspw. der Backlog) weitere Kanban-Karten bereitstellt, darf durch das WiP Limit keine weiteren Kanban Karten gezogen werden. Dieses Kanban Prinzip ist im folgenden Bild dargestellt.
Sollte nun die Entwicklung weitere Aufgaben übernehmen wollen, muss eine der Kanban-Karten den Schritt Entwicklung verlassen haben.
Doch wozu das Ganze?
Eine solche Technik erlaubt es sich auf das Wichtige zu konzentrieren. Zu viele parallele Aufgaben kann kein Team und keine Person erledigen. Somit erfolgt eine Fokussierung auf wenige Aufgaben, die dann zu lösen sind. Weiterhin haben Sie dadurch auch einen Indikator, wo es im Prozess klemmt. Wenn Sie WiP Limits bei Kanban einhalten, sehen sie auf dem Kanban Board immer wo es gerade klemmt. Denn genau dort liegen viele Kanban Karten an einem Fleck. Der Fluss wird gehemmt und es geht nicht weiter.
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