Technische Schulden

Der Begriff technische Schulden bezeichnet die Aufnahme von extra Arbeit um ein bestimmtes (nicht geplantes) Ziel zu erreichen. Das kann ein Workarround oder eine Demo für den Kunden sein. Technische Schulden müssen auch wieder “zurückgezahlt” werden. Es ist auch möglich mit technischen Schulden zu leben, ähnlich der Analogie mit Kredit und Zins.

Als ich zum ersten Mal von technischen Schulden gehört hatte, fand ich die Beschreibung für die Problematik sehr treffend. Jeder im Entwicklungsumfeld kennt technische Schulden, auch wenn nicht unter dem Begriff. Wenn Sie in Ihrer Entwicklungstätigkeit schon einmal einen Workarround programmiert haben, wissen Sie was ich meine. Die technischen Schulden beschreiben genau den Aufwand an Arbeit, den Sie extra erbringen müssen, um den Workarround erreichen zu können.

Mit technischen Schulden verhält es sich genau wie mit Zinsen im realen Leben auch: sie müssen zurückgezahlt werden. Wird das nicht gemacht, wird die Zinslast immer größer. Die Zinslast steigt an, um je mehr Geld es sich handelt. Das wieder auf die technischen Schulden bezogen bedeutet, Sie müssen für diesen getätigten Workarround immer wieder Aufwand leisten, um die einst getätigten technischen Schulden bezahlen zu können.

Um den Teufelskreis der technischen Schulden entkommen zu können, hilft Refactoring. Es ist sinnvoll die gemachten technischen Schulden von Zeit zu Zeit durch Refactorisierung des Codes wieder zu verringern. Sonst erwartet Sie irgendwann Code der nicht mehr wartbar ist oder schlicht nicht mehr verstanden wird, da die damaligen Programmierer nicht mehr in dem Unternehmen sind.

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