Die Vorbereitung des SPICE Assessments

Die Vorbereitung eines SPICE Assessments ist wichtig, um in der Überprüfung erfolgreich abzuschneiden. Bevor man zu einem Assessment übergeht, gibt es diverse Themen und Punkte zu beachten.

Diese Punkte haben noch nichts mit dem eigentlichen Assessment zutun, sondern stellen eine Übersicht über ein Prozessverbesserungsvorhaben dar.

Organisatorische und finanzielle Fragen

Die ISO 15504 spricht bei einem Assessment immer von einem Sponsor. Diese Person hat diverse Aufgaben, auf die bereits hier besprochen worden. Festzuhalten bleibt, dass wir einen Auftragsgeber benötigen den wir SPICE Sponsor nennen. Zusammenfassend nach dem obigen Link ist die Person also für

  • die nötige Qualifikation des Assessor zuständig,
  • die zur Verfügungstellung von Personal und Infrastrukur
  • die Bereitstellung aller benötigten Informationen durch das Assessmentteam

An der Stelle muss man noch erwähnen, dass der Sponsor eine Person sein sollte, die zur Geschäftsführung gehört oder aber einen bestimmten wichtigen Bereich im Unternehmen vertritt. Da die Änderungen immer top->down erfolgen ist es wichtig, dass ein Sponsor verstanden hat, warum man eine Prozessverbesserung braucht. Er muss auch die generellen Themen um die es geht verstanden haben.

Sponsoren sollten auch soweit integriert sein, dass es möglich ist mit aufkommenden Problemen zu sprechen und diese Dinge notfalls mit Ihnen (und Ihrer Stellung) zu bewältigen.

Generell läßt sich schon die etwas harte Aussage treffen, dass wenn das Management nicht hinter dem Vorhaben steht (also top->down) kann man die Verbesserung in der Regel auch sein lassen. Wir werden später noch genauer sehen, warum das genau der Fall ist.

Informationen und Verbreitung

Die Schulung – gerade zu Beginn im Führungsbereich - ist wichtig, damit das Grundverständnis gelegt ist. Es ist ein eintsprechender Informations- und Kommunikationsaufwand zu treiben und einzurichten.

Änderungen sind immer als großes Projekt zu verstehen und nicht so einfach und schnell durchsetzbar. Deshalb ist es auch interessant immer den ROI zu bestimmen. In wie weit das so einfach möglich ist, wird noch in anderen Beiträgen gezeigt.

Prozessverbesserungsgruppe gründen

Eine Prozessverbesserungsgruppe (oft auch EPG - Engineering Process Group – genannt) ist die Einrichtung, die die Aktionen koordiniert und steuert. In der Regel gibt es einen Vorsitzenden der an den Sponsor berichtet. Wichtig ist hier das Verständnis und die Präsenz durch die EGP zu fokussieren.

Wo steht man, wo will man hin

Ich selber sehe oft, dass Personen oder Gruppen etwas machen, aber gar nicht wissen was oder warum. Deshalb ist es auch für das Verständnis wichtig den Istzutsand zu dokumentieren und dann den Sollzustand. Eine erste Gapanalyse (was sind die Abweichungen zum Ziel) kann ein Assessment bringen.

Die Aktivitäten sind zu dokumentieren, so ist es wichtig festzuhalten welche Prozesse welches Level bekommen sollen. Das kann man als Plan aufstellen und sollte es auch tun, auch wenn sich nach wie vor viele Firmen damit schwer tun.

Laufende Überwachung

Es werden die Fortschritte überwacht und durch die EPG reportet. Damit hat man eine gute Übersicht, was sich aktuell bewegt und was nicht. Es besteht die Möglichkeit explizit auf die Bereiche einzugehen und wieder verbessernd aktiv zu werden.

Offene Kommunikation

Prozessverbesserung kann nur erfolgen, wenn eine die Informationen jede Person erreichen. Involvierte Personen sind zu schulen und mit in die Diskussionen und Abläufe einzubeziehen. Gerade solche Diskussionen sind oft lang und nicht einfach zuführen, da die eingangs beschriebenen Erfahrungen und unterschiedliche Sichtweisen aufeinander prallen. Allerdings darf diese Kommunikation nicht geschäut werden, sie ist unerläßlich und man muss sich mit den Themen kritsch auseinandersetzen.

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