Prozesse bewerten, nicht Personen
Eine Regel, die jedem Assessor bekannt ist: In einem Assessment wird immer ein Prozess bewertet und nicht eine Person. In dem Prozessverbesserungsmodell (Automotive) SPICE gilt weiterhin: Überprüfen, des WAS und nicht des WIE.
Ein jeder weiß, dass es mitunter sehr entscheident ist, wie der erste Eindruck bei einer Person hängen bleibt: ist sie mir sympatisch oder nicht, hat Sie ähnliche Vorstellungen oder gar gleiche Interessensgebiete. Gerade bei einem Assessment ist sowas absolut entscheident und wichtig. Hier ist Neutralität gefragt.
Automotive SPICE gibt einen groben Rahmen vor, in denen Personen einen Prozess etablieren können. Dabei wird – wie oben benannt – immer das was bewertet. Es ist also nicht entscheident, ob eine Person sich in einen Prozessgebiet A für ein Tool B entscheidet oder das Tool C. Entscheident ist es, dass sie mit dem eingesetzt Werkzeug für die Erfüllung des Prozesses beiträgt. Wieder eine andere Person schafft die Erfüllung des Prozesses ggf. sogar ohne Tool.
Deshalb ist es in einem Assessment absolut wichtig, dass der Assessor
- neutral ist
- sich nicht durch unterschiedliche Meinungen oder Interessenskonflikte beeinflussen läßt
- versucht die Person zu verstehen und ggf. so nachfragt, dass die Prozessumsetzung positiv überprüft werden kann
Auch in Diskussionen vertritt man immer einen Standpunkt. Dieser Standpunkt darf einem aber nicht befangen gegenüber anderen Personen, die Prozesse vertreten, machen. Diese Umsetzungen die auch ggf. von der eigenen Vorstellung abweichen, sind immer zu prüfen, denn es gibt zum Ziel immer verschiedene Wege – gerade im Prozessverbesserungsbereich.
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