SPICE Checkliste Level 1
SPICE gibt das wie nicht vor, sondern konzentriert sich auf das was. Für viele ist es schwierig – gerade zu Beginn – sich in den Prozessen zurecht zufinden und suchen nach einer Checkliste, die benutzt werden kann.
Dabei findet man natürlich nicht das Gewünschte, da (Automotive) SPICE keine direkten Vorgaben macht. So können die eigenen Entwicklungsprozesse sehr vielfältig sein und verschiedene Prozesse SPICE erfüllen. Eine generelle Checkliste kann es daher nicht geben. Nichts desto trotz kann man sich selber eine Art Checkliste erstellen, in dem man sich überlegt, ob der eigene Prozess denn die Vorgaben von SPICE erfüllt.
Oft benötigt man das aber auch gar nicht, sondern man sucht nach einer Orientierungshilfe. Und diese Orientierungshilfe soll diese “Checkliste” darstellen. Starten muss man mit Level 1. Hier wird überprüft ob der Prozess die Process Outcomes erfüllt. Dazu kann man sich an den folgenden 3 Elementen langhangeln.
| SPICECheck | Beschreibung |
| Outcomes | Auch wenn bei SPICE die Outcomes und die Work Products sehr nah verknüpft sind, steht in den Outcomes letztendlich genau das, was der Prozess erfüllen muss.
Als Checklistenpunkt kann man hier sein eigenes Vorgehen in der Firma nehmen und den Prozess abgleichen. Dabei muss der eigene Prozess die Outcomes erfüllen. |
| Base Practices | SPICE definiert sogenannte Base Practices die als Process Performance Indicator zählen. Um ein Level 1 zu erreichen braucht man die Erreichung von mindestens 51%.
Da kann man SPICE hernehmen und im PAM nachschlagen und selber überprüfen, ob man die Anforderungen zur Hälfte erfüllt hat. Oft reicht auch eine grobe Überprüfung. Je nachdem wie gut man schon vorher gearbeitet hat, findet man seinen Prozess wieder. Wenn Ihnen auf Anhieb gar nichts zu einer BP einfällt, sollte sich diese genauer angesehen werden. Die BP unterstützen letztendlich nur die Outcomes des Prozesses. |
| Work Products | Bei dem Betrachten der Work Products für SPICE kann man schauen, was gibt es denn für das aktuelle Level? Wenn man sich nicht sicher ist, bringt ein Blick in die Work Product Characteristics oft Klarheit.
Es gilt zwar nicht, dass man das Level automatisch erreicht, wenn man auch alle Work Products hat, aber es gibt einen sehr guten Anhalt. Gehen Sie die erforderlichen Work Products durch und vergleichen Sie diese mit denen bei sich in der Firma vorhandenen Arbeitsproduken. Die Work Products bei Ihnen müssen nicht zwangsläufig so heißen. Nehmen Sie diese als Ausgang und suchen Ähnlichkeiten. Finden Sie gar nichts, überprüfen Sie das WP genau und hinterfragen, ob das Sinn macht, dass dieses nicht da ist. |
Mit diesem Vorgehen hat man seine aktuelle Prozessverbesserung im Griff und kann sich Stück für Stück weiter nach vorne entwicklen. Man kann es in diesem Zusammenhang nicht oft genug sagen. Eine Prozessverbesserung ist ein langes Vorhaben und muss auch als Projekt aufgefasst werden.
Mal eben schnell was zu machen um in einem Assessment zu bestehen, wird generell schnell erkannt. Ob Prozesse wirklich gelebt werden, kann durch die Assessoren festgestellt werden. Arbeiten Sie deshalb immer gewissenhaft und versuchen Sie die Praktiken auch in Summe zu verstehen.
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