Der erste Kontakt beim Jobwechsel
In diesem Artikel der Serie “Wie man den richtigen Job findet” geht es um den ersten Kontakt von Headhunter. Dabei gruppiere ich die verschiedenen Personalberater in drei Gruppen und zeige ein paar typische Fallen, die man umschiffen kann. Für den ersten Kontakt bietet es sich auch an eine entsprechende Telefonnummer bereit zustellen.
Gruppierung der Headhunter
Meine Erfahrungen mit Headhuntern waren bis lang immer so, dass ich diese in eine der vier folgenden Kategorien einteilen konnte.
- Der ganz Genaue
Diese(r) trifft sich immer vorher mit den möglichen Kandidaten. Dabei ist dieses Gespräch eigentlich schon wie ein Vorstellungsgespräch selber. Hier trifft und redet man in noch relativ entspannter Atmosphäre – das kann direkt bei den Personalberatern im Büro sein, wenn man in der Nähe wohnt oder sich eine Anreise eignet. - Der Persönliche
Hier findet oft kein persönliches Treffen statt, aber es findet immerhin noch viel Austausch in Sachen Email und Telefon statt. Der erste Kontakt findet hier eigentlich immer für Xing statt oder andere Karrierenetzwerke wie LinkedIn oder Experteer. - Der durchsatzorientierte Typ
Man spürt eine mangelnde Vorbereitung und wenig Fragen. Hier wird der Lebenslauf angefordert und viel weitere Kommunikation findet nicht statt. - Der persönliche Kontakt
Das ist natürlich mit Abstand das Beste was Ihnen passieren kann. Gerade wenn Sie noch etwas unsicher sind, ist ein persönlicher Kontakt, der vermittelt (und damit wie ein Headhunter auftritt) Gold wert.
Fehler bei Kontaktaufnahme vermeiden
Typische Fehler bei dem Bewerbungsgespräch gilt es zu vermeiden. Natürlich ist ein Gespräch mit dem Headhunter immer etwas anderes, als ein Vorstellungsgespräch direkt in der Firma. Hier kann man auch immer noch etwas mehr “üben” als direkt im Vorstellungsgespräch, ohne das es Folgen hat. Headhunter lassen sich in der Regel nicht so schnell abschrecken. Sie verdienen ja bei erfolgreicher Vermittlung eine Provision. Diese beträgt manches mal ein paar Monatsgehälter, oder auch schon mal 20-30% des Jahresgehalt. Das sind nur Richtwerte und es gibt auch deutlich weniger. Allerdings sind Headhunter natürlich an einem Abschluss interessiert, weswegen Sie sich ins Zeug legen.
Der Headhunter darf, wenn er per Telefon direkt auf Arbeit anruft, Ihnen kein langes Gespräch aufzwingen. Dort sind nur kurze Inforationen gestattet. Weiterhin ist es Ihnen auch erlaubt einmal nach Referenzen der Headhunter zu fragen. Es gibt auch hier einige Personen, die alles und jeden vermitteln, nur um schnell Geld zu machen. Außerdem sollte der Headhunter aus der Branche sein und bei Bedarf an Kollegen weitergeben können, die sich besser mit dem Umfeld auskennen.
Kommunikation bereitstellen
Bei sind die meisten Anfragen immer über Social Media aufgeschlagen. Dadurch fällt der erste Kontakt in der Regel auf eine Email – auch im Messaging-Dienst des Netzwerks möglich – und sollte natürlich bei Interesse zeitnah beantwortet werden. Ich bin auch der Freund davon, höflich abzusagen. Liegt der Headhunter komplett mit dem Jobangebot daneben, dann darf man das ruhig sagen. Wichtig ist, dass man gleich deine Wunschvorstellung mit gibt. Nicht selten kommen so noch weitere Jobs zum Vorschein. Die wenigstens primären Anfragen kamen bei mir direkt über das Telefon.
Eigentlich wird man immer angerufen und deshalb bietet es sich an eine kostenlose Handynummer zu erstellen. Das geht schnell online und ohne Probleme. Die folgenden Beispiele können Sie für so etwas nehmen:
Bei diesen Anbieter können Sie relative günstig eine Nummer erwerben. In der Regel rufen Sie die interessierten Personen immer an, Sie brauchen nicht bzw. nur sehr wenig zurückrufen.
Was wird gefragt?
Headhunter sind erst einmal daran interessiert Ihren “Schützling” genauer kennen zu lernen. Dazu wird ganz oft der Lebenslauf durchgegangen oder einige Nachfragen zu den Fähigkeiten gestellt, die Sie bei Xing oder anderen Karrierenetzwerken angegeben haben. Die typischen Vorstellungsfragen bekommen Sie hier noch nicht gestellt. Allerdings sollten Sie hier schon Ihre Strategie haben, was sind Ihre Vorzüge und was auch die Schwächen. Ich bin immer ein Freund auch die Schwächen gut begründet zuzugeben. Eine Person ohne Schwächen wirkt unglaubwürdig. Sie müssen Ihre Projekte bereit halten und sollten auch Ihre Softskills auf Nachfragen umgehend nennen können.
Und nun?
Nun müssen Sie erstmal warten. Nach dem Gespräch wird Ihnen oft eine Email mit den Details zukommen gelassen. Sie können im Allgemeinen davon ausgehen, dass nach ca. zwei Wochen keiner Antwort auch kein Kontakt mehr zustande kommt. Ausnahmen bestätigen hier natürlich die Regel. Ich habe nach einiger Zeit abgesehen, nachzufragen wie der Stand ist. Dann lieber gleich mit vollem Eifer auf die nächsten Anfragen.
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[...] Der erste Kontakt kommt zustande Auf welchen Wegen auch immer, irgendwann ist es dann soweit. Der erste Kontakt durch den Headhunter oder einem Personaler der Firma ist zustande gekommen. Dann ist es wichtig seinen Standpunkt zu vertreten und auf einige Dinge zu achten. [...]