Jobsuche über Xing – wie gut sind die Headhunter?
Wenn Sie einen neuen Job suchen, dann haben Sie in der Regel auch schon von Xing gehört. Dieses berufliche Netzwerk ist in Deutschland sehr bekannt und viele Headhunter und Jobsuchende treffen sich hier. Doch wie gut eignet sich das Netzwerk wirklich? Nach über vier Jahren eine Bilanz meiner Erfahrungen mit Xing.
Wie habe ich mich doch noch in meinen Anfängen bei Xing gefreut, wenn mich ein Personalberater über Xing angesprochen hat. Oh, ich fühlte mich richtig geehrt :-) Ich nutze Xing überwiegend um mich beruflich zu vernetzen. Ich habe einige Headhunter und Personalberater kennengelernt. Sowohl real als auch online. Vorweg muss ich sagen, dass keine meiner Stellen mit Hilfe von Xing zustande kam.

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Headhunter sehr viel nach Stichwörtern suchen. Mit den richtigen Stichwörtern im Profil ändert sich die Frequenz der Anfragen von Personalberatern. Sie können schnell in Erfahrung bringen, ob Ihr Profil erfolgreich durch Stichwörter gefunden wird. Achten Sie auf das linke Bild, wenn Headhunter Ihr Profil besuchen, dann erscheint unter dem Namen auch wonach gesucht worden ist. Hier wurde nach Stichworten und einer PLZ gesucht.
Ich habe für Sie bereits einige Tipps für die zu den Themen “Formatierung von ich suche und biete” sowie “Über mich Seite nutzen” bereitgestellt. Xing ist gut gewachsen und kann auf viele Mitglieder zurückschauen. Die Welt schrieb:
Von den aktuell zehn Millionen Mitgliedern kommen mehr als 4,2 Millionen aus dem deutschsprachigen Heimatmarkt. Auch in den internationalen Kernmärkten Türkei und Spanien wächst die Nutzerzahl: In der Türkei zählte das Unternehmen Mitte September mehr als 980 000 Mitglieder, in Spanien mehr als 1,5 Millionen.
Dieser gewaltige Markt bietet ein gutes Potential um Jobsuche zu betreiben und wichtige Kontakte aufzubauen. In der Theorie klingt das alles sehr gut. Nun möchte ich aber auch etwas aus der Praxis schreiben.
Ich gehöre zu den Personen, die gerne etwas genauer beschreiben was beruflich interessiert und was nicht. Gerade im Internet finde ich das besonders wichtig, denn ein persönliches Gespräch gibt es zu diesem Zeitpunkt mit Headhuntern noch nicht.
In der Regel lehne ich Angebote ab, wenn diese nicht zutreffen. Das habe ich bis lang bei allen Anfragen gemacht. Mittlerweile mache ich das aber nicht mehr. Wenn ich bei einer Anfrage das Gefühl nicht los werde, die Person hat sich überhaupt nicht das Profil durchgelesen, dann frage ich mich doch ernsthaft, wie erfüllt diese Person die Anforderungen für die Personalsuche? Ich möchte ein kleines Beispiel geben. Da es nicht zu meiner Art gehört Personen bloßzustellen, folgen keine Namen oder längere Textpassagen. Nur soviel zu meinem Profil:
Auch ohne die rote Markierung sollte es doch eigentlich klar sein, dass ich nicht als Programmierer tätig sein möchte. Wie dumm nur, dass ich Java und Scrum als “Tags” in meinem Profil habe. Bietet mir nun jemand eine Stelle als Programmierer an, dann muss ich doch wirklich an der Qualität der Personalsucher zweifeln. Ich weiß, es sind nicht alle so – die letzte Zeit zeigt aber, diese unqualifizierten Anfragen der Headhunter werden mehr. Ich habe es aufgegeben zu antworten.
Ich denke schon, nur das scheint nicht mehr gemacht zu werden. Eine traurige Entwicklung wie ich finde. Generell muss ich sagen, schon lange keine wirklich guten Kontakte mehr auf Xing gefunden zu haben. Entweder kenne ich die Personen aus dem realen Leben und nehme die als Kontakt auf oder kenne die sonst irgendwie. Die wenigstens guten Kontakte entstehen leider direkt über das Medium. Ich halte es zwar nach wie vor wichtig, auf Xing vertreten zu sein, allerdings ist die Wichtigkeit der Plattform für mich schon gesunken. Gerade wenn Sie am Anfang Ihrer Jobsuche stehen, kann Xing sehr hilfreich sein. Längerfristig reicht diese Form alleine nicht mehr aus.
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[...] ich noch nicht eine Anfrage eines Headhunters erhalten, bei Xing allerdings etliche. Leider ist die Qualität der Anfragen stark rückläufig. Der Vergleich ist allerdings sehr subjektiv. Da mag LinkedIn im ganzheitlichen Blick anders [...]