So werden Sie bei der Job-Suche gefunden
In dem ersten Teil der Artikelserie ”Mit der richtigen Strategie zum neuen Job” befasse ich mich mit einem sehr wichtigem Thema, welches unbedingt zu Beginn Ihrer Job-Aktivitäten stehen sollte. Die Grundlagen für Ihren eigenen Blog und Karrierenetzwerke werden anhand meines Beispiels erklärt. Mit diesen einfachen Tipps können Sie Ihre Sichtbarkeit im Internet steigern und zum Abschluss finden Sie eine Checkliste, die Sie zum konkreten Vorgehen nutzen können.
Der erste Anlaufpunkt ist Google
Wichtig ist die Präsenz im Netz. Dabei muss immer überlegt werden, wie denn andere Personen (in diesem Falle Headhunter, Personalberater, Firmen, …) neue Bewerber finden bzw. viel wichtiger: wie diese suchen. Heute kommt (fast) immer das Internet zum Einsatz. Deswegen ist es entscheidend präsent zu sein. Googeln Sie mal nach meinem Namen und Sie werden feststellen, dass ich sehr weit oben in den Suchergebnissen zu finden bin. Dabei finden sich bei der Suche nach Sebastian Schneider sehr viele Treffer. Wieso stehe ich so weit oben?
Über eine gewisse Zeit (ca. ein Jahr) habe ich regelmäßig meine eigenen Internetseiten bearbeitet und verschiedene Beiträge veröffentlicht. Mein Name befindet sich in der Domain, was durchaus entscheidend ist. Beim letzten Update des Page Rank hat Google mir nun auch einen Rang 2 spendiert. Es dauert mitunter recht lange, aber es wirkt. Natürlich sind es noch ein paar Maßnahmen mehr gewesen, vor allem optimierte Beiträge, aber es istdas Wichtigste zu beginnen, und die Regelmäßigkeit einzuhalten. Diese Webseiten laufen auf einem virtuellen Server von Strato. Ich bin sehr zufrieden mit dem Angebot, allerdings kostet es etwas mehr.
Ein Onlinetagebuch gibt es auch günstiger.
Ich kann es daher nur empfehlen, dass Sie sich eine Domain registrieren, die auch Ihren Namen enthält. Die Endung ist fast egal, versuchen Sie allerdings eine deutsche (.de) bzw. sprachneutrale (.com, .net, .org, .eu) Domain ergattern können. In der Checkliste finden Sie eine Möglichkeit nach Domains zu suchen. Eine eigene Domain ist bereits ab EUR 0,50! im Monat zu bekommen.
Es ist entscheidend, dass Sie themenbezogen arbeiten. Ich habe früher auch alles mögliche im Blog geschrieben und das hat mir zwar Besucher gebracht, aber nicht mehr. Jedenfalls kann ich beruflich von den meisten Besuchern nicht profitieren. Dann habe ich mich nach einiger Zeit mehr spezialisiert und die Suchbegriffe sind nun deutlichzielorientierter.
Headhunter und Personaler suchen im einfachsten Fall auch erst mal so, dass lediglich der gewünschte Name bei Google oder auch Bing eingeben wird. Erscheint die eigene Seite auf Seite 1 der Suchergebnisse, ist das ein riesen Gewinn. Nicht nur, dass so selbst bestimmt werden kann, was in den Suchmaschinen auftaucht, es ist auch somit möglich, die “schlechten” Ergebnisse von anderen Seiten zu verdrängen. Nicht jeder hat schlechte Einträge im Internet, aber das Arbeiten an der eigenen Person ist in gewisser Weise auchpositives Reputationsmanagement im Internet.
Über die Anlage von Blogs und den Blog/CMS-Systemen gibt es eine Vielzahl von Quellen im Internet. Ich gehe hier nicht direkt auf die Erstellung solcher Blogs ein. Sollte Bedarf bestehen, hinterlassen Sie mir doch einen Kommentar, dann wird das vielleicht demnächst noch ein neuer Beitrag.
Karriereportale intensiv nutzen
Karriereportale bietet eine sehr gute Plattform. Auch hier sind Headhunter und Personaler viel unterwegs. Dabei unterschieden sich die verschiedenen Netzwerke etwas, ich empfehle Ihnen allerdings sich bei allen drei Netzwerken (Xing, LinkedIn, Experteer) anzumelden. Alle bieten kostenlose Profile an, bei denen Sie schon die entsprechenden Grundfunktionen nutzen können.
Wer generell die Kosten scheut, sollte im Hinterkopf behalten, dass diese Kosten steuerlich geltend gemacht werden können. Die zusätzlichen Premium-Features ermöglichen teilweise eine gewisse Erleichterung in bestimmten Funktionen. Ob sich das für Sie direkt lohnt müssen Sie selber entscheiden.
Xing und LinkedIn sind generell gleich aufgebaut und man kann die Profile ganz gut durch Copy&Paste up-to-date halten. Dabei helfen die beiden Blogs (Blog Xing, Blog LinkedIn) der Unternehmen auch dabei, wie man konkret vorgehen soll. Ich habe das Thema Formatierung der Xing Über mich Seite schon einmal beschrieben und auch Tipps zu den Suchfeldern bei Xing gegeben. Bei Xing sind die Felder “ich suche” und “ich biete” die Felder, denen man am meisten Bedeutung beimessen sollte. Besonders aufmerksam sind die Beiträge über die Jobsuche durchzulesen. Dem geübten Netzwerker präsentiert sich dadurch zwar nicht wirklich Neues, aber als Checkliste sind die Artikel recht gut zur Kontrolle geeignet.
Social Media hält nun auch bei den Karrierenetzwerken Einzug. Xing bietet einen Share-Button für Beiträge an. LinkedIn bietet eine sehr interessante Visualisierung der eigenen Kontakte an. Die Pflege der eigenen Daten erfolgt nur noch einmal und kann dann zu einem schönen Lebenslauf konvertiert werden. Neuigkeiten im eigenen Netzwerkstream lassen sich auch “liken” wie bspw. bei Facebook. Die Profile können auch teilweise auf den eigenen Internetseiten integriert werden, womit sich der Kreis zum ersten Thema wieder schließt. Diese und viele weitere Features unterstützen den User an vielen Stellen und es lohnt sich hier ab und zu die Goodies abzugreifen und der eigenen Karriere positiv zuzuleiten.
Anrede: Bleiben Sie beim Sie
Wichtig ist immer Anstand zu bewahren. Die Frage, wie man seine Besucher anreden sollte, ist damit für berufliche Zwecke beantwortet. Das gilt sowohl für die Karrierenetzwerke, als auch die Blogs selber. Bei den Blogs, die Sie beruflich weiterbringen sollen, ist damit ein “Sie” Pflicht. Auch die Möglichkeit “Sie” klein zuschreiben sollte in meinen Augen ignoriert werden. Ein großes “Sie” zeugt von Respekt dem anderen Gegenüber und lässt Professionalität erkennen.
Bei den Kommentaren können Sie selber entscheiden. Wird ein Kommentar mit “Du” geschrieben, kann die Anrede aufgegriffen oder aber mit einem beantwortenden “Sie” ignoriert werden. Ein einmal gewonnenes “Du” ist in der Regel auch auf die Realität übertragbar. Im echten, realen Leben wäre es wahrscheinlich nicht so schnell zum “Du” gekommen, doch durch den anfänglichen Kontakt über das Internet hat sich das “Du” etabliert. Sind Sie sich in der Realität dann trotzdem unsicher, ob Sie “Du” verwenden können, ist das klassische “Sie” auch keine Schande.
Auch der Bereich Social Media mit Twitter verhält sich ganz ähnlich wie ein Blog. Wenn Sie unsicher sind, ist mit “Sie” erst mal der richtige Weg eingeschlagen. Ein “Du” ergibt sich dann oft sehr schnell. Damit verhindern Sie auch, dass sich jemand falsch angesprochen fühlt.
Optisch herausputzen
Dann sollten Sie etwas Geld in die Hand nehmen und bei einem guten Fotografen Bilder von sich machen lassen. Nicht nur Portrait, sondern auch ein paar Ganzkörperaufnahmen. Die Bilder müssen professionell wirken und in den Internetseiten integriert werden. Die Bilder sollten Sie sich in der Originalfassung aushändigen lassen und dann entsprechend für das Internet aufbereiten. Dabei geht es um die Datengröße, die so verkleinert werden muss, dass man sie schnell laden kann.
Die Checkliste
Die folgenden Punkte können Sie der Reihe nach abarbeiten um Ihre Sichtbarkeit zu erhöhen.
| [_] | Registrieren Sie sich eine Domain mit Ihrem Namen. Dabei achten Sie darauf, dass der Name von Ihnen sich in der Domain wiederfindet. |
| [_] | Überlegen Sie sich Themengebiete mit denen Sie beruflich zutun haben und gruppieren diese in maximal fünf verschiedene Bereiche. Das sind Ihre Blog-Themen. Besorgen Sie sich Webspace bei einem Provider. Achten Sie auf PHP und MySQL Unterstützung. Nutzen Sie Drupal oder WordPress um Ihren Blog zu erstellen |
| [_] | Legen Sie sich ein Profil bei Xing an. |
| [_] | Legen Sie sich ein Profil bei LinkedIn an. |
| [_] | Legen Sie sich ein Profil bei Experteer an. |
| [_] | Füllen Sie Xing und Linked mit identischen Informationen. Nutzen Sie die entsprechenden Such-Felder richtig. |
| [_] | Füllen Sie bei Experteer alle Themen aus, korrespondierend zu LinkedIn und Xing. |
| [_] | Bloggen Sie in bestimmten Zeitabständen und aktualisieren Sie die Infos in den Karrierenetzwerken bei Bedarf. |
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[...] Wie mache ich mich für Stellen sichtbar? Grundlagenartikel, der beschreibt wie Sie sich auf dem Markt positionieren können um dann auch gefunden zu werden. Ich starte mit Karrierenetzwerken, Social Media und weiteren Hilfsmitteln, die man benutzen kann, um “am Markt” sichtbar zu werden. [...]