Win-Win-Situation im Beruf

Der Begriff Win-Win-Situation ist Ihnen im Berufsleben wahrscheinlich schon mehrfach über den Weg gelaufen. Doch was genau macht diese Situation aus und wer gewinnt dabei? Das eine Win-Win-Situation nicht unbedingt eine gute Strategie im Sinne eines Unternehmens ist und wie Sie selber in die Lage für eine Win-Win-Situation für Ihre Karriere kommen können, lesen Sie hier.

Bei einer Win-Win-Situation lässt sich grob sagen, dass zwei Leute einen Vorteil aus einer bestimmten Situation ziehen. Dieser Vorteil beeinflusst meistens die Entscheidung so, dass die für diese Situation getroffen wird. Ein klassisches Beispiel ist ein Jobwechsel innerhalb der Firma. So könnte das Interesse eines Fachbereiches sein, einen Mitarbeiter “loszuwerden”. Wenn dieser bei einem anderen Bereich des Unternehmens mehr Geld verdient, und damit auch gewillt wäre zu wechseln, haben beide Seiten gewonnen.

Die eine Seite ist den Mitarbeiter los (Ziel: ich will diesen MA nicht mehr haben; dieser wechselt; Ziel erreicht) und die andere Seite hat auch etwas gewonnen, nämlich mehr Geld (Ziel: eigentlich will ich nicht wechseln, habe aber die Chance auf mehr Geld; indirektes Ziel erreicht).

Wo findet Win-Win Anwendung?

Eine Anwendung kann überall dort stattfinden, bei der zwei Parteien vor einer Entscheidung stehen und es die Möglichkeit einer Einigung gibt. In der Regel startet die Win-Win-Situation immer (und zu dem Zeitpunkt ist es noch keine) mit dem Wunsch einer Person oder Abteilung eine Veränderung herbeizuführen. Dabei braucht der Initiator immer etwas Verhandlungsmasse, die der anderen Partei angeboten werden kann. Damit ist die Möglichkeit einer Anwendung mannigfaltig und erstreckt sich über Human Resources über Infrastruktur bis zu persönlichen Interessen.

Unternehmen und Win-Win

In Unternehmen ist eine Win-Win-Situation oftmals auf das Verschieben (auch “wegloben” genannt) von Mitarbeitern bezogen. Nach deutschem Recht kann nicht einfach eine Person entlassen oder wo anders hin versetzt werden (Details lasse ich außen vor).

Deshalb ist hier ein sehr starker Fokus auf der Win-Win-Situation. Kann dem Mitarbeiter eine andere Position schmackhaft gemacht werden, bei der dieser auch etwas gewinnt, sind beide Parteien wieder befriedigt. Allerdings kann das negative Auswirkungen auf dieUnternehmensultur und die Auswahl von Chefs und anderen Mitarbeitern im Unternehmen haben.

Diese negativen Auswirkungen lassen sich an einem Phänomen ganz gut erklären. Es gibt Unternehmen, bei denen es einige Chefs gibt, und Sie diese Position/Verantwortung bei der Person nie vermuten würden. Die Gründe für die Ernennung sind nicht klar erkennbar und oft erfüllt die Person auch gar nicht die Anforderungen (Skill-Management) an die Stelle. Gerade in größeren Firmen können Sie das Szenario beobachten. Durch das Verschieben von Leuten und Gewinnern der Win-Win’s kommen natürlich auch Personen in bestimmte Positionen, die dort aus eigener Kraft nicht hingelangt wären. So könnte ein neuer Posten extra generiert werden, nur damit eine Person genug Anreiz hätte, die Stelle zu wechseln. Damit können Personen in hohe Positionen bei Projekten kommen und damit letztendlich dem Unternehmen wieder schaden. Es entscheidet wie immer das “Scheuklappendenken”: Der Mitarbeiter ist einfach auf einer anderen Kostenstelle und damit nicht im finanziellen Verantwortungsbereich des alten Chefs.

Wie können Sie die Win-Win-Situation für sich ausnutzen?

Sie brauchen eine gewisse Beobachtungsgabe. Das bedeutet, Sie müssen im Unternehmen mit offenen Augen im Bezug auf die Personen und Abteilungen unterwegs sein. Überprüfen Sie, in wie weit einige Personen Vorteile von anderen haben. Achten Sie auf Abhängigkeiten zwischen Abteilungen und die ausgetauschten Dienste / Leistungen / Produkte. Eine Hand wäscht die andere, tun Sie anderen Kollegen oder Mitarbeitern in der Firma einen Gefallen, so werden Sie in guter Erinnerung bleiben und vielleicht in der Situation einen Vorteil ergattern können.

Setzen Sie Ihre eigenen Fertigkeiten ein und verbessern Sie sich laufend in Ihren Arbeitsprodukten. Prüfen Sie in wie weit durch Ihre Arbeitsprodukte andere Personen oder Bereiche profitieren können. Machen Sie diese Arbeitsprodukte für andere sichtbar und stellen Sie den Nutzen heraus.

Ich wage die Aussage, dass je schlechter das Unternehmen im Bezug auf reife Prozesse unterwegs ist, Sie umso mehr haben Sie die Möglichkeit haben eine Win-Win-Situation herbeizuführen! Sie sind anderer Ansicht? Diskutieren Sie mit und hinterlassen Sie mir doch einen Kommentar!

Weitere Informationen zu Win-Win und Beruf / Karriere

Teilen und Kommunizieren

 
[p1 size='tall']