Unternehmen werden sich ändern müssen
Über 30.000 Insolvenzen gab es im Jahr 2011. Aufgrund der guten Konjunktur sind das weniger als im Jahr 2010. Betrachten Sie die Wirtschaft genau, dann fällt auf, dass sich die Märkte stark ändern. Zwar unterliegen die Märkte immer einem Wandel, doch dieser Wandel wird immer kürzer. Großunternehmen können im Durchschnitt 75 Jahre alt werden, kleinere unterscheiden sich oft deutlich im Durchschnittsalter. Warum sterben Unternehmen aus und wie kann das Überleben gesichert werden?
Ich verfolge in der letzten Zeit gerne Wirtschaftsmeldungen und Schlagzeilen. Da wird von Gleichberechtigung und Frauenquote geschrieben, von Versagen in Management-Etagen und Arbeitsplatzabbau weil sich Unternehmen nicht mehr rentieren.
Beruflich bedingt mache ich mir Gedanken, wie Unternehmen in der Zukunft aussehen könnten und sollten. Wir haben heute in den meisten großen Unternehmen hierarchische Strukturen, die sehr auf Führung und Kontrolle aufgebaut sind. Produkte und Dienstleistungen spiegeln die Organisationsstruktur dieser Unternehmen wider. Innovation ist das große Zauberwort. Wer nicht innovativ am Markt unterwegs ist und Schwingungen in der Wirtschaft früh aufnimmt um zu reagieren, der wird in der Zukunft immer mehr unter Druck geraten. Betrachten Sie heute die Entwicklungszeiten von Produkten oder Dienstleistungen, dann sind 18+ Monate gar keine Seltenheit. 18+ Monate in denen nicht flexibel genug auf Änderungen reagiert werden kann.
Arbeitsanweisungen(!) kommen bei hierarchischen Unternehmen immer von oben. Der Manager, der Teamleiter oder ein sonstiger Chef entscheidet, was zu tun ist. Oft durch das Organigramm gegeben. Für bestimmte Menschen ist diese Arbeitsweise absolut in Ordnung. Das sollten man in meinen Augen respektieren, aber nicht vergessen, dass so keine innovativen Ideen entstehen. Apropos Ideen, diese entstehen in den typischen Arbeitsumgebungen von Großunternehmen sowieso selten. Gute Ideen sind aber zwingend notwendig für die Innovation. Ideen und Gedanken müssen aber immer reflektiert werden, um zu einer verbesserten Reife zu gelangen. Eine entscheidende Schlüsselfrage für die Zukunft ist also
wie kommen Unternehmen an die innovativen Ideen zum Überleben?
Die Ideen können durch die Mitarbeiter generiert werden, die Mitarbeiter sind das Kapital der Unternehmen. Allerdings ist die Behandlung der Mitarbeiter oft nicht förderlich für gute Ideen. Getreu nach dem Motto Vertrauen ist gut – Kontrolle ist besser, werden Auflagen auferlegt. Ich würde das gerne umdrehen. Kontrolle ist gut, aber das Vertrauen in einen Mitarbeiter ist besser. Ich schreibe hier jetzt nicht von Arbeitsverweigeren, Personen die etwas boykottieren oder Mitarbeiter, die ein gutes System ausnutzen. Der Einfachheit halber betrachte ich nur den Mitarbeiter, der sich auch für seine Arbeit interessiert. Diesem Mitarbeiter sollte das Management vertrauen und unterstützen. Unterstützen in der Hinsicht, dass der Mitarbeiter seine Bestleistung bringen kann und Ideen hat, innovative Ideen. Das Vertrauen hilft ihm bei diesem Denkprozess. Durch die Formierung von guten Teams kann das Management weiter wertvolle Arbeit leisten, damit Ideen gefördert werden.

Ich persönlich halte nichts von eine Frauenquote. Wir haben in Deutschland viele gute Frauen, die auch gefördert werden müssen (ebenso wie die männlichen Kollegen). Eine Frauenquote ist aber der falsche Ansatz. Die Frauen, die aktiv werden wollen (z.B. mit Kind) müssen die Voraussetzungen bekommen, ein Berufsleben mit Kindern führen zu können. Ich bin davon überzeugt, dass es sich für Unternehmen durchaus rechnet, wenn diese in Erzieherinnen am Arbeitsplatz sorgen. Frauen die sich mit dem Arbeitgeber identifizieren können, werde diese Chance nutzen und weiterhin Höchstleistungen bringen.
Wir werden es in Zukunft nicht mehr leisten können, dass Frauen nicht arbeiten, da sie eine Familie wollen. Eine Frauenquote selber führt nur dazu, dass mehr Frauen in Positionen kommen, die ggf. nicht für diese Position geeignet sind. Frauen und Männer sind nun einmal verschieden. Das ändert keine Frauenquote und auch keine Unisex-Tarife bei Versicherungen. Es ist viel wichtiger beide Geschlechter Ihren Qualifikationen und Fähigkeiten nach zu fördern.
Ich denke, dass sich in Zukunft nur die Unternehmen durchsetzen können, die aus motivierten Teams bestehen. Diese Teams sind in der Lage auch komplexe Zusammenhänge zu lösen. Dabei werden Frauen wie Männer gefördert und beide nach ihren Fähigkeiten und Wünschen unterstützt. Die Unterstützung kommt vom Management. Arbeitsplätze und -zeiten werden und müssen sich ändern und sich an den Bedürfnissen der Mitarbeiter orientieren. Nur wenn sich diese Teams ständig fragen, ob sie das Richtige tun und ihr Verhalten verbessern wird auf lange Sicht ein Überleben möglich sein.









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[...] Betrachten wir das Gesetz von Conway noch einmal genauer, dann findet sich darin wieder, dass Organisationen auf Designs beschränkt sind, die Kopien ihren Unternehmensdesigns sind. Für mich im Umkehrschluss bedeutet das, diese Unternehmen werden immer das Problem ihrer Organisation im obigen Beispiel mit sich in der Software tragen. Ein anderer Ansatz wäre, dass auf das Team fokussiert wird. Denken wir uns im obigen Beispiel einfach mal die Chefs weg und gehen von motivierten und gewissenhaften Mitarbeitern aus. Was würde passieren? Die Mitarbeiter würden den kürzesten Weg der Kommunikation wählen und sich austauschen. Keine künstlichen Grenzen in der Organisation, keine Manager, denen ein bestimmter Sachverhalt extra erklärt werden muss. Die Personen, die sich damit auskennen, arbeiten zusammen bis die Lösung entwickelt ist. In die gleiche Richtung ging auch schon mein Artikel über Unternehmen und wie diese sich ändern müssen. [...]
[...] Sache finde ich schade, die bei der SZ nicht erwähnt worden ist. Und zwar denke ich, dass sich die Unternehmen in Ihrer Aufstellung ändern müssen. Aktuelle Hierarchie-Modelle mit Ihren Chefs etc. sind eben nicht immer die Lösung. Nur auf dem [...]