Paretodiagramm und FMEA zusammen nutzen

Die 80/20 Regel, 80% der Fehler verursachen 20% des Aufwands (Paretoprinzip), kann auch im Bereich der FMEA (Failure Mode and Effects Analyse) angewendet werden. Wie man ein Paretodiagramm für die FMEA nutzen kann demonstriere ich an einem kleinem Beispiel.

Wozu ein Paretodiagramm für eine FMEA? Die Situation bei einer FMEA ist immer die, dass man mögliche Fehler mit ihren Auswirkungen, Bedeutungen und Auftretenswahrscheinlichkeiten bewertet. Das habe ich ich in den 7 Punkten für eine Software FMEA beschrieben. Man kann nun diese Diagrammart nutzen um sich die Hauptprobleme visuell darzustellen.

Man hat schon vom Paretoprinzip gehört, so kann man doch mit Lösen von 20% der Themen 80% der Probleme lösen und so einen wichtigen Punkt zur Qualitätssicherung beitragen. Diese 80/20 Regel kann man auf vieles beziehen.

Stellen wir uns nun mal vor, wir hätten das Meeting mit den Wissensträgern gehabt und in dem Meeting eine Liste per Brainstorming entwicklet, die uns nun vorliegt. Um die Daten nun zu veranschaulichen, wollen wir ein entsprechendes Paretodiagramm erzeugen und die gravierensten Probleme gegenüberstellen.

Nach der Festlegung der möglichen Fehlerbilder müssen diese nach der RPZ sortiert werden.

Für das Pareto Diagramm muss man noch zwei Vorbereitungen treffen. Zunächst benötigt man die Summe aller RPZen und zusätzlich den prozentualen Anteil der einzelnen Fehlerbilder an der Gesamtsumme. Als letztes addiert man den prozentualen Anteil kumulativ auf.

Man kann jetzt darüber ein Excel Diagramm erstellen, welches dann die gewünschten Daten repräsentiert. Jetzt kann man natürlich argumentieren, dass man das auch hätte so sehen können. Das ist richtig, das Diagramm visualisiert ja auch nur die Daten aus der Tabelle. Man sollte aber bedenken, dass es in der Realität deutlich mehr Daten sind, als hier in diesem Beispiel.

Jetzt wäre es hier also wichtig, an die Fehlerbilder 1,4 und 8 heranzugehen.

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