Warum muss ich eine FMEA machen?
Eine FMEA (Failure Mode and Effects Analysis) ist ein Vorgehen um im Vorfeld eines Projektes die Qualität von einem Produkt zu erhöhen und bereits einmal gemachte oder bekannte Fehler nicht zu wiederholen. Eine FMEA kann also immer dann als Unterstützung durchgeführt werden, wenn eine Verbesserung der Qualität nötig ist. Die Fragestellung warum denn nun eine FMEA gemacht werden muss bzw. kann beleuchte ich in diesem Artikel.
Projekte werden durchgeführt und ungeachtet vom Ergebnis existiert am Ende eines Projekts eine gewisse Erfahrung über das, was innerhalb des Projekts erreicht worden ist. Diese Erfahrung kann ganz unterschiedlich ausfallen und hängt auch daran wie damit umgegangen wird. Innerhalb von Unternehmen spielt die Unternehmenskultur eine wichtige Rolle wie nun mit diesen Erfahrungen umgegangen wird.
Damit Firmen oder Organisationen bestehen können, müssen Sie versuchen sich vom Wettbewerb abzusetzen und besser zu werden. Dabei wird versucht aus Fehlern zu lernen. Die agilen Methoden sind ein gutes Beispiel für den konsequenten Verbesserungswunsch. Aber auch Organisationen, die klassisch entwickeln wollen sich verbessern um Kosten einzusparen und unnötige Arbeit zu vermeiden. Eine der Möglichkeiten ist es nun eine FMEA zu erstellen.
Gründe für eine FMEA
Antworten auf die Frage, warum man eine FMEA machen muss, hängen von Fall zu Fall ab. Meistens entsteht diese Verpflichtung aus “Best Practices” und der Verbesserung von Qualität bzw. der Abwehr von Gefahren/Problemen:
- Zum Beispiel kann eine FMEA durch Normen oder Rahmenbedingungen gefordert werden. Ein Beispiel wäre hier die ISO 26262 oder die ISO 15504. Beide Normen ermöglichen es, durch die FMEA Prozessschritte zu überprüfen.
- Eine anderes Beispiel ist, dass Ihr Unternehmen die Vorteile einer FMEA erkannt hat und diese unabhängig von jeglichen Normen dieses als Standard für bestimmte Bereiche gesetzt hat.
- Der Chef oder Vorgesetzter bringt das Wissen aus einer anderen Firma mit und setzt es einfach als Standard.
- Sie machen bereits eine entsprechende Analyse ohne Kenntnis darüber zu haben, dass es sich um eine FMEA handelt.
Eine generelle Aussage, warum eine FMEA zu machen ist, gibt es nicht. Wenn Sie sich die spezifischen Fälle von Unternehmen und Organisationen ansehen, dann stellen Sie die Pflicht zur FMEA meist durch ein Rahmenwerk fest. Einige der – auch etwas komischen klingen – Gründe finden Sie oben genannt. Wichtig ist der Wunsch nach einer präventiven Qualitätsverbesserung des Produkts.
Die Fragestellung warum man eine FMEA machen soll, ist besser unter dem Gesichtspunktwarum sollte ich eine FMEA machen zu sehen. Das Verständnis ist wichtig:
- Zunächst einmal hilft Ihnen die FMEA typische Wiederholungsfehler zu vermeiden. Sie fordert ein aktives Bearbeiten eines Problems und fördert somit das Auseinandersetzen mit dem Problem.
- Die FMEA kann als aktive Risikoanalyse bewertet werden. Mögliche Schadensansprüche können dadurch abgewehrt werden, da Sie sich konkret zeigen können sich mit der Thematik auseinander gesetzt zu haben.
Variationen einer FMEA
Wie eine FMEA aussehen kann ist mannigfaltig. Häufig verwendet werden sogenannte Ursachen-Wirkungs-Diagramme. In der Literatur findet sich aufgrund des Aussehens auch der Begriff Fischgrätendiagramm. Weitere Möglichkeiten finden Sie unter dem Tag FMEA. Auch gibt es Prozess-, Software,- oder auch Design-FMEAs.
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